Candidate Experience: Top-Kandidaten durch positive Bewerbererfahrung gewinnen

Der Wettbewerb um die Fachkräfte und Bewerber verschärft sich aktuell in Deutschland enorm. Sich mit dem eigenen Unternehmen richtig und effizient zu positionieren und die Wunsch-Kandidaten zu erreichen ist enorm schwierig. Die Candidate Experience ist ein wichtiges Werkzeug, um Bewerber und Kandidaten optimal vom eigenen Unternehmen zu überzeugen. Doch diese effektiv und erfolgreich zu generieren, überfordert die meisten Unternehmen.

Candidate Experience: Eine Definition

Der Begriff Candidate Experience beschreibt alle Erfahrungen, welche ein Bewerber mit einem Unternehmen macht. Dabei werden alle Berührungspunkte erfasst, über welche der Kandidat mit dem Unternehmen in Kontakt kommt. Je besser die Erfahrungen eines Bewerbers mit dem Unternehmen und dem gesamten Bewerbungsprozess, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Bewerber für die Stelle im Unternehmen entscheidet. Aus diesem Grund wird dieser Bereich im aktuellen Wettbewerb um die verschiedenen Fachkräfte immer wichtiger. Zudem stärkt eine positive Candidate Experience die Employer Brand und sorgt somit für einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Wichtige Touchpoints für die Candidate Experience

Für eine gute und erfolgreiche Candidate Experience sollten Sie zunächst einmal die Touchpoints definieren, über welche ein potentieller Bewerber in Kontakt kommen kann. Das bedeutet, dass Sie im Idealfall alle Stationen vom ersten Kontakt bis zum Abschluss des Vertrags genauer unter die Lupe nehmen. Hierbei spricht man, in Anlehnung an den Fachbegriff aus dem Marketing, von der Candidate Journey. Es gilt somit die gesamte Reise eines potentiellen Kandidaten bis zum Abschluss des Vertrages zu begleiten und an jeder Station für einen positiven Eindruck und eine positive Erfahrung zu sorgen.

Dabei gibt es sicherlich Faktoren, welche sich nicht beeinflussen lassen. Ist beispielsweise die persönliche Identifizierung mit einem Produkt oder der angebotenen Dienstleistung nicht gegeben, werden Sie auch mit allen Mitteln keine vollständig positive Erfahrung generieren können.

Betrachten wir einmal die potentiellen Touchpoints, welche einen Kandidaten mit Ihrem Unternehmen verbinden könnten. Das wären beispielsweise:

  • Ein Bericht über Ihr Unternehmen auf einer Fachwebseite oder in der Presse
  • Messestände Ihres Unternehmens
  • Eine Stellenausschreibung
  • Die Abgabe der Bewerbungsunterlagen durch den Kandidaten
  • Die Eingangsbestätigung der Bewerbungsunterlagen
  • Die Einladung zum Erstgespräche im Unternehmen
  • Das Bewerbungsgespräch
  • Die Gehaltesverhandlungen mit dem Kandidaten
  • Die Vertragsunterzeichnung

All diese einzelnen Touchpoints bieten Ihnen die Möglichkeit, die Erfahrung des Bewerbers effektiv zu beeinflussen. Doch nicht nur diese. Auch die Zeit zwischen den einzelnen Punkten kann durchaus von entscheidender Bedeutung sein. In einer im Jahr 2016 vom Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft an der Philipps-Universität in Marburg durchgeführten Studie kam heraus, dass viele Bewerber die Kommunikationspausen zwischen den einzelnen Bewerbungsschritten zu lang und somit als demotivierend empfanden. Also spielt auch die Zeit und Reaktionszeit des Unternehmens einen wichtigen Faktor für die Candidate Experience.

Candidate Experience Management: Hilfe vom Experten

Es ist enorm schwierig eine durchgängige positive Erfahrung als Unternehmen zu realisieren. Vor allem mittelständische Unternehmen haben häufig nicht die Kapazitäten, um sich neben dem eigentlichen Kernbereich HR auch noch um diesen Bereich zu kümmern. Aus diesem Grund greifen immer mehr Unternehmen auf die Hilfe von externen Experten zurück, welche hier deutliche Vorteile bieten können.

Denn bei Personalstrategie können wir beispielsweise sehr gezielt nach den passenden Mitarbeitern suchen und uns dabei vollständig auf die Candidate Experience konzentrieren. Ein großer Vorteil gegenüber vielen Unternehmen, welche sich vornehmlich auf das eigene Kerngeschäft konzentrieren müssen und weder das Personal, noch die Zeit haben, die Empfindungen der Bewerber umfassend in den Bewerbungsprozess zu integrieren und massiv am eigenen Image zu schrauben.

Denn auch wenn ein Candidate Experience Management nicht kompliziert klingt, je tiefer Sie sich mit der Materie beschäftigen, umso deutlicher wird die hohe Komplexität. Denn jeder Touchpoint steht in einem anderen Bezug und in einer ganz bestimmten Relation zu anderen Erfahrungen und anderen Touchpoints und muss entsprechend umsichtig behandelt werden.

Die positiven Effekte des erfolgreichen Candidate Experience Managements

Ein bewusst gestaltetes und effektives Candidate Experience Management wirkt sich immer positiv für ein Unternehmen aus. Nicht nur, dass die gewünschte Stelle effektiver besetzt werden kann, auch darüber hinaus gibt es viele positive Anreize.

Zum einen bleiben die Kandidaten im Bewerbungsverfahren erhalten, wenn diese durch kurze Reaktionszeiten und eine positive Kommunikation von der Erfahrung überzeugt sind. Auch wird das Unternehmen von abgelehnten Bewerbern häufig positiv bewertet, da sich die eigenen Erfahrungen deutlich von den Erfahrungen beim Bewerbungsprozess bei anderen Unternehmen abheben.

Zudem wird natürlich das Image des Unternehmens aufgrund der durchgängig positiven Erfahrungen gestärkt, was sich auch wirtschaftlich bemerkbar machen kann. Ein abschließender Vorteil ist ebenfalls zu nennen. Denn auch die Zahl der qualifizierten Bewerber steigt durch ein solches Image und vor allem durch eine klare Konzentration auf die Candidate Experience in jedem Fall deutlich an.